„Das sag ich meiner Oma“


Tätigkeitsfeld:
Schlagwörter: , ,

In einer Kita mit etwa 100 Kindern, davon eines das Enkelkind der Leitung, kam es wie in jeder Kita zu Konfliktsituationen zwischen den Kindern selbst oder Kind und Erzieher. Auffällig war für mich, dass ein Kind oft hochmütig/ überheblich reagierte und trotz dessen folglich meist „unschuldig“ aus der Situation rausging, sprich ohne weiteren Konsequenzen . Wie sich nach einigen Tagen für mich herausstellte war es das Enkelkind der Leitung, welches seine Position meiner Meinung nach bewusst ausnutzte.

Das besagte Kind weigerte sich beispielsweise Dinge zu tun, die alle andere Kinder auch machen mussten, z.B. die Decke ins Fach bringen. Auch beim Essen zeigte sich oftmals, dass das Kind eine „Extrawurst“ möchte. Beim Freispiel hörte man oftmals Sätze wie „das sag ich meiner Oma“ oder „meine Oma hat das gekauft, deswegen darf ich damit als erstes spielen“. Sobald ihm widersprochen wurde, fing er bitterlich an zu weinen und schrie nach Oma, überdramatisierte somit die Situation künstlich. Ich hatte das Gefühl das selbst die Fachkräfte sich zurückgehalten haben und einer möglichen Konfliktsituation mit ihrer Chefin aus dem Weg zu gehen.

Für mich bestätigt diese Situation wie schwierig es sein kann wenn Verwandtschaft in der Betreuungseinrichtung des Kindes arbeiten. Natürlich gibt es auch Vorteile, aber ich denke negative Situationen wie diese überwiegen.